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Gastaufenthalt zur Erstellung einer interdisziplinären Masterarbeit

  • Karlsruhe
  • Kiel
  • Bachelor- /Master- /Diplomarbeiten
  • Voll/Teilzeit
  • Publizierung bis: 30.06.2021
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Ihr Aufgabengebiet

Gastaufenthalt zur Erstellung einer interdisziplinären Masterarbeit am Institut für Physiologie und Biochemie der Ernährung (Karlsruhe) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch (Kiel)
 
Das Institut für Physiologie und Biochemie der Ernährung (PBE) am Standort Karlsruhe des Max-Rubner-Instituts untersucht die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit. Ziel ist, den gesundheitlichen Nutzen von Lebens­mitteln für den Verbraucher zu erkennen und mögliche Risiken zu identifizieren. Auf der Basis physiologischer, bioche­mischer und molekularbiologischer Methoden werden Wirkmechanismen von Lebensmitteln und ihren Inhaltsstoffen erforscht.
 
Im Vordergrund der Forschungsarbeiten des Instituts für Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch am Standort Kiel stehen die Sicherung des Nähr- und Genusswertes von Milch und Fisch sowie daraus hergestellter Lebensmittel. Hierbei liegt der Schutz vor gesundheitsschädigenden Mikroorganismen, unerwünschten Stoffen und Rückständen, sowie die Verbesserung der Produktsicherheit und -hygiene als auch der Produktqualität entlang der gesamten Verarbeitungskette von der Primärproduktion bis zur Abgabe an den Verbraucher im Vordergrund. Im Forschungsbereich Fisch führen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts Seereisen auf bundeseigenen Forschungsschiffen durch, um authentische Fischproben für die Rückstandsanalytik, die Bestimmung von Inhaltsstoffen sowie die Spezies­identifizierung zu gewinnen.
 
Im Rahmen des Forschungsprojekts „KrustInUVa“ werden unter anderem Protein-basierte LC-MS-Analysenmethoden entwickelt, die eine Differenzierung unterschiedlicher Krebstierarten anhand speziesspezifischer Peptidmarker ermög­lichen. Dieser sensitive Nachweis von Peptidmarker mittels MRM-Methode kann darüber hinaus auch zur direkten Iden­tifikation von Allergenen eingesetzt werden. Krebstier- und Schalentierallergien gehören zu den meist verbreiteten Lebensmittelallergien und gelten als eine der gefährlichsten Allergieausprägungen. Die Identifikation sowie die Erfor­schung und Wirkung dieser Allergene ist somit von hoher klinischer Relevanz, da ca. 0,5-2,5% der Bevölkerung von Lebensmittelallergien betroffen sind. In der Folge könnten Produkte mit geringerem allergenen Potential entwickelt werden, die damit zur Produktion sicherer und qualitativ hochwertiger Lebensmittel beitragen.
 
In Zusammenarbeit mit analytischen Arbeitsbereichen in Kiel und dem immunologischen Arbeitsbereich in Karlsruhe, soll ergänzend zu den Arbeiten der Speziesidentifizierung, das allergene Potential der identifizierten Proteine untersucht und ihre Kreuzallergenität zu Muschel-, Insekten- und Fischproteinen an Blutproben von Krebstierallergikern getestet werden. Das aktuelle Projekt kombiniert dabei proteinbasierte Methoden der Speziesidentifizierung von Krebstieren und daraus verarbeiteter Lebensmittel, mit immunologischen Laboransätzen. Neben den Untersuchungsmethoden der Gel­elektrophorese (SDS-PAGE) und der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie mit einer massenspektrometrischen Detektion (nHPLC-MS) am Standort Kiel sind auch die durchflusszytometrische Charakterisierung kultivierter humaner Zellen, ihrer sekretierten Botenstoffe mittels ELISA und weiterführende molekularbiologische Analysen mittels PCR am Standort Karlsruhe geplant.

Ihr Profil

Wenn Sie offen sind für das Erlernen und die Etablierung neuer Methoden, Spaß haben an der interdisziplinären Zusammenarbeit im Team und Interesse haben, den Einfluss von Lebensmittelinhaltsstoffen auf zell- und molekular­biologische Mechanismen zu untersuchen, dann betreuen wir Sie gerne bei einer laborpraktischen Master- oder Diplom­arbeit.

Unser Angebot

Bei Interesse senden Sie uns gerne ihren akademischen Werdegang (Studiengang, Semester, Praktika, Laborerfahrungen etc.) mit einem kurzen Motivationsschreiben zu. Idealerweise studieren Sie Biologie, Biotechnologie, Biochemie, Ernährungswissenschaften, Lebensmittelchemie oder ein vergleichbares naturwissenschaftliches Fach.
 
Gastaufenthalte von Studierenden zur Erstellung studienbezogener Abschlussarbeiten werden nicht vergütet.

Hinweise

Ansprechpersonen

Bei fachlichen Fragen:
Tim Roggensack                 Email: tim.roggensack@mri.bund.de                 Tel.: (0431) 609 – 2260
Dr. Manuel Rodriguez Gomez  Email: manuel.rodriguezgomez@mri.bund.de  
                                                 Tel.: (0721) 6625 – 412
 
Zentrale Bewerberstelle des Max Rubner-Instituts · Hermann-Weigmann-Str. 1 · 24103 Kiel